Rug Hooking Tools |
Rug in Arbeit: Juteunterlage (Rupfen), Rahmen, Hook und Stoffstreifen.
Birgit Mertens 1998
Planung und Vorbereitung:
- Papier
- Stifte
- eventuell Kohlepapier zum Durchpausen
- Jute (oder Rupfen) als Untergrund, einige Zentimeter größer als die geplante Handarbeit. Der Rand sollte mit Zickzackstichen gesichert sein, vielleicht sollten Sie den Rupfen auch vorher waschen.
- einen Rahmen, auf den der Untergrund gespannt wird. Es eignen sich Bilderrahmen, nicht zu tiefe Schubladen, aus denen man den Boden entfernt, oder Sie bauen sich selbst eine Art Rahmen.
- Zum Befestigen des Rupfen am Rahmen kann man Reißzwecken benutzen, es geht auch gut mit einem Tacker.
Das "Hooken" selbst:
- eine spezielle Nadel, die wie eine Häkelnadel aussieht, die aber aus einem sehr stabilen Metall und Eibenholz besteht. Das eine Ende ist dick und rund, damit es die Handflächen nicht beschädigt, der Haken selbst ist schärfer und spitzer als bei einer Häkelnadel, damit man besser in den Rupfen eindringen kann. Für den Anfang geht aber auch eine stabile Häkelnadel, möglichst eine aus einem einheitlichen Material, weil die Häkelnadeln, die ein Ende aus Plastik haben, nach einigen Stunden zerbrechen.
- Stoff zum Ausfüllen des Untergrundes. Welches Material Sie wählen, hängt auch davon ab, was Sie herstellen wollen. Für Wandbehänge und wenig strapazierte Gegenstände eignet sich fast alles, auch Baumwolle. Wenn Sie aber einen Teppich oder ein Stuhlkissen handarbeiten wollen, empfiehlt sich ein Wollstoff, der nicht zu locker gewebt ist. Am allerbesten ist Wollflanell. Zu lockeren Wollstoff können Sie in der Maschine verfilzen, indem Sie alles das machen, was sonst verboten ist: sehr heiß waschen, schleudern, auf der Heizung trocknen, .... Es eignen sich keine Materialen, die zu dehnbar sind (T-Shirts, Nylonstrümpfe usw.), weil es dann nahezu unmöglich ist, überhaupt ein Stück Stoff aus dem Untergrund zu ziehen. Gut eignen sich alte Kleidungsstücke, z.B. Wollröcke, Mäntel. Dabei gilt: erst auftrennen, dann waschen, dann schneiden.
- Eine Schere oder einen Cutter benötigen Sie, um die Stoffe in entsprechende Streifen zu schneiden. Je nach Material (dick oder dünn) benötigt man Streifen von 0,5 (z.B. Mantelstoff) bis 1,5 (oft gewaschene Baumwolle, z.B. von Hemden) Zentimeter. Probieren Sie es mit einem Streifen aus, bevor Sie in mühevoller Arbeit 50 unbrauchbare Streifen zuschneiden. Wichtig ist, daß Sie die Streifen in Richtung des Fadens schneiden, nicht wie bei einem Schrägband, weil der Streifen dann zu elastisch wird.
- Beim Handarbeiten beginnen Sie übrigens immer mit dem Motiv bzw. den Konturen. Der Hintergrund wird zum Schluß ausgefüllt. Folgen Sie beim Handarbeiten den Konturen des Musters, damit es später schön plastisch wirkt.
Zur Beendigung der Handarbeit benötigen Sie:
- Teppichband, das Sie knapp am Rand befestigen und dann auf der Rückseite befestigen. Wenn Sie befürchten, daß Sie die Stoffstreifen später "einsaugen", können Sie die Rückseite leimen.
- Bedenken Sie aber, daß es dann sehr schwierig wird, eine Reparatur an dem Stück vorzunehmen. Wenn Sie Bedenken haben, können Sie ein Stück Netz über den Teppich legen, bevor Sie ihn absaugen.
- Zum Schluß bürsten Sie mit einer weichen Teppichbürste die verbliebenen Flusen und Textilreste vom Teppich.