Anleitung zum Rug Hooking

Sie benötigen:

- Rupfen oder Leinen als Untergrund

- Stoff für die Schlaufen, möglichst Wollflanell in den gewünschten Farben. Auch Baumwolle ergibt schöne Effekte, eignet sich aber hauptsächlich für wenig strapazierte Stücke, wie z.B. Wandbehänge;

- einen Rahmen, auf den der Rupfen gespannt wird;

- einen "Hook", zum Ausprobieren geht auch eine Häkelnadel Nr. 3 oder Nr. 3,5.

Zunächst sichern Sie die Ränder des Stoffes durch Zickzackstiche mit der Nähmaschine. Der Stoff sollte einige Zentimeter größer sein als der fertige Hooked Rug.

Dann zeichnen Sie das Muster auf, z.B. mit Filzstift, und spannen den Stoff möglichst stramm auf einen Rahmen. Bei dessen Größe müssen Sie darauf achten, daß Sie die gesamte Oberfläche bequem erreichen können müssen.

Schneiden Sie die Stoffstreifen entweder mit einem Rollmesser für Patchworkarbeiten oder mit einer Schere zurecht. Diese sollten zwischen 0,5 und 1,5 cm breit sein, für dickere Stoffe schmaler, für dünnere Stoffe breiter. Wichtig ist, daß die Streifen dem Fadenlauf folgend und nicht diagonal geschnitten werden. Schneiden Sie Beginn nur einige Streifen, die Sie als Proben auf dem Untergrund verarbeiten um zu sehen, wie der Stoff wirkt und ob die gewählte Breite Ihnen angenehm ist. So vermeiden Sie, daß Sie Ihre Zeit mit dem Zurechtschneiden unbrauchbarer Streifen vergeuden.

Zum Hooken halten Sie mit einer Hand den Faden unter den Rupfen bzw. das Leinen. Die andere Hand hält den Hook oder die Häkelnadel. Stechen Sie in den gespannten Stoff ein und greifen Sie mit dem Hook den Stoffstreifen auf. Ziehen Sie den Anfang an die Oberfläche. Stechen Sie ein kleines Stück weiter wieder ein und ziehen Sie soviel von dem Streifen durch den Stoff, daß sich eine Schlaufe von etwa 0,5 cm Höhe bildet. Stechen Sie dann ein Stück weiter erneut ein, ziehen Sie wieder eine Schlaufe hoch und fahren Sie fort, bis der gesamte Untergrund mit Schlaufen bedeckt ist. Sie werden feststellen, daß sich keine Schlaufen mehr lösen werden, es sei denn, Sie ziehen sie raus, um etwas zu ändern.

Wenn ein Streifen aufgebraucht ist, ziehen Sie den restlichen Streifen nach oben. Beginnen Sie mit dem nächsten Streifen in genau dem gleich Lochen, der Anfang soll ebenfalls oben sein. Führen Sie die Streifen auf der Unterseite nicht von einem Motiv zum anderen, sonst können Sie an dieser Stellen mit dem Haken nicht mehr durchstechen und einen Streifen aufgreifen!

Fangen Sie mit den Konturen des Motivs an und folgen Sie dessen natürlichen Formen. Dann füllen Sie das Motiv aus, später hooken Sie den Hintergrund.

Wenn der gesamte Untergrund bedeckt ist, lösen Sie Ihr Werk vom Rahmen. Bürsten Sie die Flusen ab und dämpfen Sie es vorsichtig.

Zum Schluß nähen Sie den Rand um. Sie können ihn mit Teppichband nach innen festnähen oder die komplette Handarbeit mit Teppichleim bekleben, bedenken Sie aber, daß eventuelle Reparaturen dann wirklich schwierig sein werden.

Birgit Mertens
http://www.rughooking.de